

Kirche – ein Ort für uns alle
Kirche ist manchmal ein Abschalten vom Lärm der Welt.
Ein Raum, in dem wir stillwerden – und in dieser Stille etwas Größeres spüren.
Etwas, das nicht wir selbst sind.
Etwas, das uns ruft, begleitet, berührt, lange bevor wir es begreifen.
Viele von uns hoffen hier auf Frieden, auf Liebe, auf ein Miteinander, das trägt.
Und tief darunter liegt die Sehnsucht,
Gott zu finden – oder wenigstens zu ahnen.
Gott, der in uns wirkt, über uns wacht und uns leitet,
auch wenn wir ihn oft überhören,
weil der Alltag so laut ist.
Seit Jahrhunderten sammeln sich Menschen in diesen Räumen,
weil sie suchen:
nach Freiheit im Inneren,
nach einem Sinn, der hält,
nach einem Licht, das dunkle Tage nicht fürchten muss.
Die Lilie erinnert uns daran,
dass Gott uns nicht zuerst fordert,
sondern zuerst schenkt.
Dass Leben auch aus Vertrauen wachsen kann
und Schönheit aus Einfachheit.
Und dann gibt es diesen anderen Kern:
Jesus Christus.
Sein Evangelium ist nicht nur ein „altes Buch“ –
es ist eine Einladung, anders zu leben.
Es ist Maßstab, Herausforderung, Trost.
Es ist der Blick, der uns zeigt,
dass Liebe mehr sein kann als Gefühl.
In der Eucharistie feiern wir das bis ins Herz hinein:
dass Christus uns nicht fern geblieben ist,
sondern mitten unter uns,
sogar mitten in uns sein will.
Dass er uns stärkt, wenn wir müde sind,
und uns sammelt, wenn wir verstreut leben.
In der Kirche finden sich Menschen mit Ecken und Brüchen,
mit Konflikten, Sehnsüchten, Hoffnungen,
mit Zorn und Zärtlichkeit.
Niemand lebt ohne Lasten.
Und doch:
Durch all dies hindurch trägt eine Tradition,
die älter ist als wir,
voll von Festen, Geschichten, Jahreszeiten des Glaubens.
Sie erinnert uns daran,
dass Gott Geschichte schreibt – mit Menschen wie uns.
Vielleicht werden wir das Geheimnis Gottes nie ganz begreifen.
Aber wir können es spüren – in Momenten der Nähe,
in einem Evangeliumswort, das bleibt,
in einer Feier, die uns sammelt,
in einer Begegnung, die uns gut tut.
Und manchmal gelingt es uns wirklich,
für einen Augenblick frei zu werden,
leicht, hoffnungsvoll –
so, wie wir gemeint sind.
Vielleicht ist Kirche genau dafür da:
damit wir immer wieder neu entdecken,
dass Gott uns sucht,
uns ruft,
uns begleitet –
und dass wir miteinander weitergehen dürfen.
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